37. Deutsch-Französisches Partnerschaftstreffen

Dieses Jahr haben wir uns für Wangen als Ort unseres alljährlichen Treffens mit dem „Foyer Esquimaux“ entschieden. Aber - was ist der „Foyer Esquimaux“ überhaupt?

Hier handelt es sich um einen Wanderverein aus der Partnerstadt La Garenne-Colombes, mit dem die DAV-Sektion Wangen seit fast vierzig Jahren Freundschaft pflegt. Jedes Jahr im Mai sehen wir unsere französischen Freunde für einige Tage, stets im Wechsel in Frankreich und in Deutschland. Neben den gemeinsamen Wanderungen stehen auch interessante Besichtigungen auf dem Programm. Nach nunmehr vierzig Treffen gibt es in Ostfrankreich und in Südwest-Deutschland kaum mehr eine Region, die wir noch nicht gemeinsam besucht hätten. Mit Blick auf die Landesgartenschau haben wir für unser diesjähriges Treffen Wangen gewählt und – ohne zu viel Eigenlob – Wangen hat sich in jeder Hinsicht von seiner besten Seite gezeigt!

Der Reihe nach. Am Himmelfahrtstag trafen unsere Gäste nach der langen Fahrt etwas müde aber glücklich auf dem Gelände der Hymer-LMB-Arena ein.

Und dann gab es nach vielen „Herzlich Willkommen“ und „Comment ça va ?“ erst mal ein herzhaftes Picknick in fröhlicher Runde. Anschließend ging es nur kurz nach Hause zu den jeweiligen Gastfamilien, denn bereits wartete am Abend das gemeinsame Abendessen im Edwin-Müller-Saal in Niederwangen. Am Freitagvormittag gab es unter der Führung von Gabriele Neher eine Stadtbesichtigung, selbstverständlich in französischer Sprache. Dem gewissermaßen historischen Teil schloss sich am Nachmittag ein Rundgang über das herrlich neu angelegte LGS-Gelände an, und wieder unter kundiger Führung, dieses Mal mit Margit Rupp. Zum Abendessen haben wir uns wieder in Niederwangen eingefunden und ließen den Tag mit vielen Tischgesprächen Revue passieren. Am Samstag dann der „Klassiker“  -  Pfänder! Um Allen gerecht zu werden wurden zwei Gruppen gebildet. Die erste Gruppe unter der Leitung von Hubert Weber machte sich auf den Uferweg von Lochau nach Bregenz und dort ging es weiter zur Seebühne. Die anschließende Fahrt mit der Seilbahn brachte die Gruppe zum Treffpunkt im Gipfelbereich. Dort wurden Sie von der zweiten Gruppe unter der Führung von Dieter Henninger bereits erwartet. Diese Gruppe hatte den Bergweg von Schloss Hofen für den Aufstieg gewählt. Eine gemeinsame Gipfel-Brotzeit und ein kurzer Stadtrundgang in Lindau bescherte Geselligkeit und aus Lindau bleibende Erinnerungen für die französischen Gäste.

Der letzte gemeinsame Abend ist traditionell einigen deutsch-französischen Redebeiträgen und lustigen Einlagen vorbehalten. So wurde es dann doch recht spät, bis wir uns mit einem „bis morgen“ resp. „à demain“ voneinander verabschiedet haben.

Am Sonntagvormittag ging es nochmals und bei bestem Wetter hinaus in die Natur, in das Wurzacher Ried. Dort erwartete uns eine sachkundige, interessante Führung in deutscher Sprache. Dank Celine Oetting wurden für unsere französischen Gäste auch die schwierigsten Begriffe wie „Torfstechen“, „ökologisches Kleinod“ oder „regengenässtes Hochmoor“ tip-top in die französische Sprache übersetzt. Nach dem Mittagessen hieß es dann Abschied nehmen in der Gewissheit und Vorfreude auf das Treffen 2025 in der Auvergne.