DAV-Stammtisch, am Freitag, 1. März ab 19.00 Uhr, im Aufenthaltsraum der Hymer-Arena(Kletterturm)

Pulverschnee und Gipfelwind

so lautet der Titel eines Bergliedes, das wir vor vielen Jahren in der Jungmannschaft bei geselligem Zusammensein gesungen haben.

… eignet sich aber genauso, um die Verhältnisse zu beschreiben, die uns bei unseren Skitourentagen in der Surselva in der zweiten Januarwoche begleitet hatten.

Während uns am Anfahrtstag noch hochnebelartige Bewölkung und tiefe Temperaturen bei unserer Tour zum Fuße des Piz Mundaun begleitet hatten, so durften wir am zweiten Tag beim Aufstieg auf den Cauma schon ein paar Sonnenstrahlen genießen. Der in der Überschrift erwähnte Gipfelwind vereitelte jedoch eine längere Gipfelrast. Dafür war die Abfahrt durch den frischen Pulverschnee ein Genuss, den alle Teilnehmer mit lachenden Mienen quittierten.

Der dritte Tag führte uns mit dem Wanderbus ins Val Lumnezia bis zur Ortschaft Lumbrein. Von dort aus starteten wir bei anfänglich herrlichem Sonnenschein durch den glitzernden Pulverschnee über weitläufige Wiesenhänge zum Gipfel des Piz Sezner. Der eisige Wind am Gipfel blies um unsere Ohren und eben auch zur sofortigen Abfahrt zu einem Sattel, von dem aus wir nochmals unsere Felle anschnallten und den Skigipfel des Um Su anpeilten. Auch hier war es für eine Rast ungemütlich. Die Abfahrt nach Lumbrein war dann aber wiederum ein Tiefschneevergnügen, das die fehlende Gipfelrast mehr als wettmachte.

Die Tour zum Piz Titschal bei strahlendem Sonnenschein erlebten wir dann als Höhepunkt unserer Skitourentage. Die tiefen Temperaturen konservierten den Pulverschnee und allein der Aufstieg mit der fantastischen Rundumsicht auf die Glarner Alpen mit Bifertenstock und Tödi war schon ein besonderes Erlebnis. Und diesmal klappte es mit der Gipfelrast ohne kalten Gipfelwind. Die Empfindungen kaum zu beschreiben , einfach

-Sehen

 – Staunen

 – auch mal Schweigen

– Dankbar sein

Die Abfahrt über 1000 Höhenmeter in bestem Pulverschnee – geführt von unserem neuen Guide Günther (den wir während des Aufstiegs kennen lernten) war dann das Tüpfelchen auf dem i – einfach großartig !!!