Wegesanierung in den Lechtaler Alpen

Wie schon im letzten Jahr unterstützten wir mit vier Mitgliedern unsere Nachbarsektion Leutkirch bei der Sanierung der Wanderwege. Nach einem schweißtreibenden Aufstieg am Samstagnachmittag erreichten wir mit schwerem Gepäck das Kaiserjochhaus, unserem Stützpunkt für die kommende Arbeitswoche.

Gegen Abend kamen noch drei Mitglieder der Sektion Gelsenkirchen an, die teilweise schon seit 20 Jahren hier oben ehrenamtlich mithelfen. Unser Aufgabengebiet umfasste das Freihacken von Wegen, den Bau von Seilsicherungen und das Erneuern von Wegemarkierungen.

Gleich am Sonntagmorgen hieß es früh um 6 Uhr aufstehen, halb sieben frühstücken, Werkzeug und Material einpacken und um 8 Uhr Abmarsch. Bis zur ersten Baustelle an der Kridlon-Scharte war erst mal ein Fußmarsch von gut einer Stunde zu bewältigen, den wir von jetzt an fast jeden Tag gingen. Allerdings hat uns der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass wir unsere Arbeit an diesem Tag frühzeitig unterbrachen und die Regenzeit mit Arbeiten rund ums Kaiserjochhaus überbrückten.

Doch mit den ersten Sonnenstrahlen ging es wieder los. Der Abstieg von der Kridlonscharte ins Hinterseetal mußte neu abgesichert werden. So bohrten wir mit einer großen Benzinbohrmaschine Löcher in den Fels, klebten Anker und Stützen ein und befestigten daran ein fingerdickes Stahlseil. In weiterer Folge wurde der Weg Richtung Ansbacher Hütte bzw. Frederic-Simms-Hütte wieder in einen ordentlichen Zustand gebracht und am Ende im "Klämmle" ebenfalls noch Seilsicherungen eingebaut. Dazuzogen wir eine 50m Rolle besagten Stahlseils etwa 2,5km von der Kridlon-Scharte bis ins Klämmle. Der Rückmarsch zum Kaiserjochhaus nahm nach einem harten Arbeitstag noch etwa 2,5 Std. in Anspruch, bevor wir gegen halb 8 Uhr unser wohlverdientes Essen zu uns nehmen konnten.

Insgesamt erlebten wir eine arbeitsreiche Woche mit viel Anerkennung durch die Bergwanderer, einer nette Kameradschaft und der Freude etwas geleistet zu haben.